MPU Kosten Alkohol 2026: Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?
Wer wegen Alkohol zur MPU muss, fragt zuerst: Was kostet mich das – und muss ich jetzt komplett auf Alkohol verzichten? Beide Fragen hängen enger zusammen, als die meisten denken.
Wer wegen Alkohol eine MPU machen muss, stellt sich meistens zuerst zwei Fragen:
Was kostet mich die MPU insgesamt?
Und:
Muss ich jetzt komplett auf Alkohol verzichten?
Die zweite Frage ist für die Kosten fast genauso wichtig wie die erste.
Denn nicht jeder, der wegen Alkohol zur MPU muss, benötigt automatisch sechs, zwölf oder fünfzehn Monate Alkoholabstinenz.
In geeigneten Fällen kann auch eine dauerhafte und nachvollziehbar eingeübte Veränderung des Trinkverhaltens infrage kommen.
Bei 123MPU arbeiten wir in geeigneten Fällen unter anderem auf Grundlage des Konzepts des kontrollierten Trinkens nach Prof. Dr. Joachim Körkel.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, einfach „weniger zu trinken".
Kontrolliertes Trinken nach Körkel ist ein strukturiertes Konzept, bei dem der eigene Alkoholkonsum geplant, beobachtet, begrenzt und dokumentiert wird. Körkel beschreibt kontrolliertes Trinken als Konsum, der sich an einem vorher festgelegten Konsumplan orientiert. Dazu gehören unter anderem vorab definierte maximale Trinkmengen sowie alkoholfreie Tage. Das Konzept wird seit Ende der 1990er-Jahre systematisch entwickelt und untersucht.
Für eine MPU bedeutet das aber nicht:
„Ich mache kontrolliertes Trinken und bestehe automatisch."
Entscheidend ist immer, ob diese Strategie zu deiner persönlichen Alkoholproblematik passt und ob deine Veränderung bei der Begutachtung nachvollziehbar und ausreichend gefestigt ist.
Genau deshalb dokumentieren wir bei 123MPU nicht nur Gespräche, sondern begleiten die tatsächliche Entwicklung über den Vorbereitungszeitraum.
Was kostet eine Alkohol-MPU 2026 insgesamt?
Für einen typischen Alkohol-MPU-Fall sollte man 2026 ungefähr mit folgenden Kosten rechnen:
Die große Spannweite entsteht deshalb, weil eine Alkohol-MPU keine Standardleistung ist.
Ein Mensch mit einer einmaligen Alkoholfahrt und einer überschaubaren Vorgeschichte benötigt möglicherweise eine völlig andere Vorbereitung als jemand mit:
- mehreren Alkoholfahrten,
- sehr hohen Promillewerten,
- jahrelang problematischem Konsum,
- bereits erfolgloser MPU,
- zusätzlicher Punktefragestellung,
- oder einer Alkoholabhängigkeit.
Muss ich für eine Alkohol-MPU abstinent sein?
Nein. Nicht automatisch.
Das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Alkohol-MPU.
Die Fahrerlaubnis-Verordnung unterscheidet unter anderem zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit.
Bei Alkoholmissbrauch kann die Fahreignung wieder gegeben sein, wenn die Änderung des Trinkverhaltens gefestigt ist.
Nach einer überwundenen Alkoholabhängigkeit gelten dagegen deutlich strengere Anforderungen. Hier ist nach Anlage 4 FeV in der Regel ein Jahr Abstinenz nachzuweisen.
Das bedeutet:
Hier ist kontrolliertes Trinken normalerweise nicht die passende Strategie.
Hier kann je nach Vorgeschichte eine Veränderung des Trinkverhaltens und ein zuverlässig kontrollierter Umgang mit Alkohol infrage kommen.
Deshalb sollte die Entscheidung:
Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?
niemals nur anhand des Promillewertes getroffen werden.
1,6 Promille bedeutet nicht automatisch zwölf Monate Abstinenz
Auch das wird häufig falsch verstanden.
Ab 1,6 Promille ist die MPU-Anordnung ein wichtiges fahrerlaubnisrechtliches Thema.
Das bedeutet aber nicht automatisch:
„1,6 Promille = zwölf Monate Abstinenz."
Die MPU-Anordnung und die spätere Veränderungsstrategie sind zwei unterschiedliche Fragen.
Für die Strategie müssen unter anderem betrachtet werden:
- Trinkhäufigkeit,
- Trinkmengen,
- Gewöhnungsentwicklung,
- frühere Alkoholfahrten,
- Kontrollverluste,
- persönliche Trinkmotive,
- Auswirkungen des Konsums,
- bisherige Veränderungsversuche,
- mögliche Abhängigkeit,
- persönliche Lebenssituation.
Erst daraus lässt sich sinnvoll beurteilen, welche Strategie überhaupt glaubwürdig ist.
Kontrolliertes Trinken nach Körkel: Was bedeutet das?
Kontrolliertes Trinken bedeutet nicht einfach „weniger Alkohol".
Prof. Dr. Joachim Körkel hat ein strukturiertes Konzept entwickelt, bei dem Menschen lernen, ihren Alkoholkonsum planvoll zu steuern.
Ein Kernelement ist die Selbstbeobachtung.
Dazu gehört:
Körkel beschreibt kontrolliertes Trinken als einen Konsum, der sich an einem vorab festgelegten Konsumplan orientiert. Dazu werden beispielsweise die maximale tägliche und wöchentliche Trinkmenge sowie alkoholfreie Tage im Voraus festgelegt.
Sein Programm beschäftigt sich außerdem mit persönlichen „Trinkfallen", Verhaltensalternativen und dem Umgang mit schwierigen Situationen.
Genau deshalb ist kontrolliertes Trinken etwas völlig anderes als:
„Ich passe künftig einfach besser auf."
Warum arbeitet 123MPU mit dem Ansatz nach Körkel?
Weil ein Gutachter am Ende nicht nur hören möchte:
„Ich trinke heute weniger."
Die entscheidende Frage lautet:
Kann die Veränderung nachvollzogen werden?
Die aktuellen Beurteilungskriterien zur Fahreignungsbegutachtung liegen seit März 2026 in der 5. Auflage vor. Sie bilden den aktuellen wissenschaftlichen Rahmen für die medizinisch-psychologische Fahreignungsdiagnostik und wurden insbesondere im Alkoholbereich überarbeitet.
Das bedeutet für eine gute MPU-Vorbereitung:
Eine Behauptung reicht nicht.
Die Entwicklung muss plausibel, nachvollziehbar und stabil sein.
Genau hier liegt für uns der große Vorteil eines strukturierten Ansatzes.
So dokumentiert 123MPU kontrolliertes Trinken
Wenn kontrolliertes Trinken für einen Klienten fachlich die richtige Strategie darstellt, lassen wir ihn damit nicht einfach alleine.
Die Entwicklung wird gemeinsam aufgebaut und dokumentiert.
Dazu können unter anderem gehören:
Ausgangssituation dokumentieren
Zunächst muss verstanden werden, wie früher tatsächlich getrunken wurde.
Nicht nur:
„Ich habe am Wochenende getrunken."
Sondern:
- Wie viele Tage pro Woche?
- Welche Getränke?
- Welche Mengen?
- Alleine oder mit anderen?
- Regelmäßig oder spontan?
- Zu welchen Anlässen?
- Wie häufig kam es zu größeren Trinkmengen?
- Wie hat sich der Konsum über die Jahre entwickelt?
Das ist die Grundlage.
Trinkmotive aufarbeiten
Danach geht es um die Frage:
Warum wurde überhaupt getrunken?
Zum Beispiel:
- Geselligkeit
- Stress
- Belohnung
- Langeweile
- Einschlafen
- Abschalten
- Probleme vergessen
- Zugehörigkeit
- Gewohnheit
- Unsicherheit in sozialen Situationen
Die Menge allein erklärt meistens nicht die gesamte Alkoholproblematik.
Erst wenn jemand versteht, welche Funktion Alkohol früher hatte, können geeignete Alternativen entwickelt werden.
Konkrete Trinkregeln entwickeln
Kontrolliertes Trinken funktioniert nicht mit:
„Ich werde einfach weniger trinken."
Es braucht konkrete Regeln.
Diese werden individuell entwickelt und können beispielsweise betreffen:
- geplante Trinkanlässe,
- vorher festgelegte Trinkmengen,
- alkoholfreie Tage,
- keine spontanen Trinkgelegenheiten,
- kein Alkohol zur Stressregulation,
- keine Veränderung der geplanten Menge während des Trinkens,
- klare Planung der Heimfahrt,
- strikte Trennung von Alkohol und Autofahren.
Die Idee der vorherigen Planung ist ein zentraler Bestandteil des kontrollierten Trinkens nach Körkel.
Trinktagebuch führen
Ein wichtiger Bestandteil ist die Dokumentation.
Dazu kann beispielsweise ein strukturiertes Trinktagebuch gehören.
Darin werden nicht nur konsumierte Getränke eingetragen.
Sinnvoll dokumentiert werden können:
Dadurch entsteht über Monate eine nachvollziehbare Entwicklung.
Das Trinktagebuch bzw. die strukturierte Selbstbeobachtung ist auch im Körkel-Konzept ein zentrales Element.
Abweichungen werden nicht einfach gelöscht
Das ist uns wichtig.
Wenn eine selbst gesetzte Regel einmal nicht eingehalten wurde, sollte man nicht einfach so tun, als sei nichts passiert.
Genau solche Situationen können für die Aufarbeitung besonders wertvoll sein.
Dann muss geklärt werden:
Denn eine stabile Veränderung zeigt sich nicht daran, dass jemand behauptet, niemals Schwierigkeiten gehabt zu haben.
Sie zeigt sich auch daran, wie mit Schwierigkeiten umgegangen wird.
Alkohol und Autofahren werden konsequent getrennt
Für eine Alkohol-MPU ist das zentrale Thema häufig nicht nur der Konsum selbst.
Es geht um die Frage:
Warum konnte Alkohol und Fahren früher nicht zuverlässig getrennt werden – und warum funktioniert das heute?
Deshalb gehört zu einer kontrollierten Trinkstrategie immer eine konkrete Mobilitätsstrategie.
Zum Beispiel:
Wer Alkohol trinken möchte, fährt gar nicht erst mit dem eigenen Auto zum Anlass.
Alternativen werden vorher geplant:
- Taxi
- ÖPNV
- Übernachtung
- Abholung
- festgelegter Fahrer
Entscheidend ist:
Die Entscheidung wird vor dem ersten Getränk getroffen.
Nicht später unter Alkoholeinfluss.
Risikosituationen werden identifiziert
Eine gute Vorbereitung betrachtet nicht nur die Vergangenheit.
Wir wollen wissen:
Wann könnte es künftig schwierig werden?
Zum Beispiel:
- Geburtstage
- Hochzeiten
- Weihnachtsfeiern
- Fußballabende
- Konflikte
- beruflicher Stress
- Trennung
- Trauer
- Urlaub
- Treffen mit früheren Trinkfreunden
Für diese Situationen werden konkrete Strategien entwickelt.
Das ist wesentlich glaubwürdiger als:
„Ich werde einfach aufpassen."
Entwicklung über die Vorbereitung hinweg dokumentieren
Genau hier unterscheidet sich eine langfristige Vorbereitung von einem kurzen Fragenkurs unmittelbar vor der MPU.
Wenn wir einen Klienten über einen längeren Zeitraum begleiten, können wir gemeinsam nachvollziehen:
Der Klient kann dadurch bei der späteren MPU nicht nur sagen:
„Ich habe etwas verändert."
Er kann erklären:
Wann, wie und warum sich sein Verhalten verändert hat.
9. PEth kann kontrolliertes Trinken zusätzlich objektiv dokumentieren
Bei geeigneten Fällen kann zusätzlich eine PEth-Verlaufsdokumentation sinnvoll sein.
PEth steht für Phosphatidylethanol und ist ein direkter Alkoholmarker im Blut.
Die verkehrsmedizinischen Fachgesellschaften behandeln toxikologische Nachweise von Alkoholkonsum, Konsumhäufigkeit und Konsumkontrolle ausdrücklich als Bestandteil der forensischen Fahreignungsdiagnostik. PEth ist auch in den fachlichen Beurteilungskriterien als relevanter Alkoholmarker berücksichtigt.
Das bedeutet:
PEth kann dabei helfen, die subjektive Aussage:
„Ich habe meinen Alkoholkonsum deutlich reduziert."
durch objektive Laborbefunde zu ergänzen.
PEth ist kein Freifahrtschein für die MPU
Auch hier muss sauber unterschieden werden.
Ein guter PEth-Verlauf bedeutet nicht automatisch:
positive MPU.
Denn ein Laborwert beantwortet beispielsweise nicht:
PEth kann deshalb die dokumentierte Entwicklung ergänzen.
Es ersetzt aber nicht die Aufarbeitung.
Warum ein Verlauf wichtiger ist als ein einzelner Wert
Bei einer kontrollierten Trinkstrategie interessiert nicht nur irgendein Laborwert an einem einzelnen Tag.
Interessanter kann der Verlauf über einen längeren Zeitraum sein.
Deshalb können – sofern dies im konkreten Fall sinnvoll ist – mehrere PEth-Untersuchungen in die gesamte Veränderungsdokumentation eingebunden werden.
Zusammen betrachtet werden dann beispielsweise:
Das ergibt ein wesentlich vollständigeres Bild als die reine Aussage:
„Ich trinke jetzt kontrolliert."
PEth ersetzt kein kontrolliertes Trinken nach Plan
Auch das ist wichtig.
Jemand kann nicht einfach regelmäßig Blut abnehmen lassen und damit automatisch eine kontrollierte Trinkstrategie nachweisen.
Die Laborbefunde sollten zu der gesamten Geschichte passen.
Wenn du beispielsweise erklärst:
„Ich trinke seit Monaten nur noch zu wenigen geplanten Anlässen."
dann sollten:
- deine Dokumentation,
- deine persönliche Entwicklung,
- deine Aussagen
- und gegebenenfalls objektive Befunde
zusammenpassen.
Die DGVM beschreibt die forensisch-toxikologische Fahreignungsdiagnostik ausdrücklich nicht nur als Abstinenzkontrolle, sondern auch als Möglichkeit zu überprüfen, ob jemand zumindest nicht verstärkt Alkohol konsumiert.
Was bekommt der Gutachter von unserer Dokumentation?
Hier muss ebenfalls sauber formuliert werden.
123MPU entscheidet nicht über deine Fahreignung.
Und wir können einem Gutachter nicht vorschreiben, wie er deinen Fall zu beurteilen hat.
Aber eine gute Vorbereitung kann dafür sorgen, dass du deine Entwicklung strukturiert und nachvollziehbar darstellen kannst.
Dazu können je nach Fall beispielsweise vorliegen:
- dokumentierte Ausgangssituation,
- Konsumentwicklung,
- persönliche Trinkmotive,
- individuelle Trinkregeln,
- Trinktagebuch,
- dokumentierte alkoholfreie Zeiten,
- Risikosituationen,
- Rückfallpräventionsstrategien,
- Mobilitätsstrategie,
- Entwicklung während der Vorbereitung,
- PEth-Verläufe, sofern eingesetzt,
- weitere geeignete Nachweise,
- Dokumentation der Vorbereitung.
Dadurch entsteht nicht erst eine Woche vor der MPU eine auswendig gelernte Geschichte.
Es entsteht eine über längere Zeit nachvollziehbare Entwicklung.
Wird kontrolliertes Trinken nach Körkel bei der MPU anerkannt?
Hier ist die genaue Formulierung entscheidend:
Kontrolliertes Trinken kann in einer MPU grundsätzlich eine geeignete und akzeptable Strategie darstellen, wenn es zur individuellen Alkoholproblematik passt und die Veränderung ausreichend gefestigt ist.
Die FeV verlangt nach beendetem Alkoholmissbrauch ausdrücklich eine gefestigte Änderung des Trinkverhaltens.
Das Konzept des kontrollierten Trinkens nach Körkel ist ein etabliertes, manualisiertes verhaltenstherapeutisches bzw. lösungsorientiertes Programm zur Selbstkontrolle des Alkoholkonsums.
Die aktuellen Fahreignungs-Beurteilungskriterien stellen den wissenschaftlichen Rahmen dar, anhand dessen Gutachter Fahreignungsfragen beurteilen. Seit März 2026 gilt die 5. Auflage dieses Standardwerks.
Deshalb sagen wir nicht:
„Körkel wird gemacht, also bestehst du."
Sondern:
Wir nutzen den strukturierten Ansatz des kontrollierten Trinkens nach Körkel dort, wo er fachlich zu deinem MPU-Fall passt, und dokumentieren die tatsächliche Veränderung so, dass sie in deiner MPU nachvollziehbar dargestellt werden kann.
Das ist ein erheblicher Unterschied.
Wann ist kontrolliertes Trinken nicht die richtige Lösung?
Nicht jeder Alkohol-Fall eignet sich dafür.
Insbesondere bei einer bestehenden oder überwundenen Alkoholabhängigkeit gelten andere Maßstäbe.
Nach Anlage 4 FeV ist nach überwundener Alkoholabhängigkeit in der Regel ein Jahr Abstinenz nachzuweisen.
Auch bei anderen sehr ausgeprägten Alkoholproblemen kann im individuellen Fall eine Abstinenzstrategie wesentlich glaubwürdiger bzw. notwendig sein.
Deshalb starten wir bei 123MPU nicht mit:
„Du machst jetzt kontrolliertes Trinken."
Sondern zunächst mit:
Welche Alkoholproblematik liegt überhaupt vor?
Was prüft 123MPU am Anfang?
Zu Beginn der Vorbereitung betrachten wir je nach Fall beispielsweise:
- Promillewert der Alkoholfahrt
- frühere Alkoholverstöße
- Dauer des bisherigen Konsums
- frühere Trinkmengen
- Trinkhäufigkeit
- Gewöhnung
- Blackouts oder Kontrollverluste
- Trinkmotive
- frühere Versuche zur Reduktion
- gesundheitliche bzw. persönliche Folgen
- bisherige Abstinenz
- Aktenlage
- konkrete MPU-Fragestellung
Erst danach wird entschieden, welche Strategie sinnvoll ist.
Abstinenz oder kontrolliertes Trinken – was ist günstiger?
Rein finanziell kann eine kontrollierte Trinkstrategie weniger zusätzliche Laborkosten verursachen als ein langes Abstinenzprogramm.
Aber das darf niemals das Entscheidungskriterium sein.
Wenn kontrolliertes Trinken fachlich nicht zu deiner Vorgeschichte passt und du deshalb später eine negative MPU bekommst, war die vermeintlich günstigere Lösung am Ende deutlich teurer.
Dann entstehen möglicherweise erneut:
- MPU-Gebühren,
- Vorbereitung,
- Laborkosten,
- Behördenkosten,
- weitere Monate ohne Führerschein.
Deshalb gilt:
Nicht die günstigste Strategie auswählen.
Die passende Strategie auswählen.
Was kostet kontrolliertes Trinken mit MPU-Vorbereitung?
Ein typischer Kostenrahmen kann beispielsweise so aussehen:
Bei mehreren Fragestellungen oder intensiver Betreuung kann der Gesamtbetrag entsprechend höher liegen.
Was kostet eine Alkohol-MPU mit Abstinenz?
Bei einer Abstinenzstrategie kommen zusätzlich die entsprechenden Nachweise hinzu.
Abhängig von Fall und Nachweisart können beispielsweise eingesetzt werden:
- Urinkontrollprogramme,
- Haaranalysen,
- geeignete Blutuntersuchungen.
Dadurch entstehen zusätzliche Kosten.
Bei einer Alkohol-MPU mit intensiver Vorbereitung und längerem Nachweiszeitraum kann die Gesamtsumme deshalb schnell:
betragen.
Warum dokumentiert 123MPU so umfangreich?
Weil die MPU keine Wissensprüfung ist.
Ein Gutachter möchte nicht hören:
„Mein MPU-Berater hat gesagt, dass ich kontrolliert trinken darf."
Er möchte verstehen:
Wenn du diese Fragen anhand deiner eigenen tatsächlichen Entwicklung beantworten kannst, ist das wesentlich stärker als ein auswendig gelernter MPU-Text.
Was ist der Vorteil des Körkel-Ansatzes für die MPU?
Der entscheidende Vorteil ist die Struktur.
Kontrolliertes Trinken wird nicht als vager Vorsatz betrachtet.
Es wird zu einem nachvollziehbaren Prozess:
Körkels Ansatz verbindet genau diese Selbstbeobachtung, Zielsetzung und Veränderungsarbeit zu einem strukturierten Programm.
Für die MPU ist das interessant, weil am Ende nicht nur eine Behauptung steht.
Sondern eine nachvollziehbare Entwicklung.
Reicht ein Trinktagebuch allein für eine positive MPU?
Nein.
Das wäre zu einfach.
Ein Trinktagebuch ist ein Werkzeug.
Es kann helfen, deine Entwicklung nachvollziehbar zu machen.
Aber der Gutachter beurteilt deine gesamte Fahreignung.
Dazu gehören unter anderem:
- deine Vorgeschichte,
- deine Einsicht,
- deine Verhaltensänderung,
- deine Stabilität,
- deine Rückfallprävention,
- dein zukünftiges Risiko.
Deshalb kombinieren wir bei 123MPU die Dokumentation mit der eigentlichen psychologischen und biografischen Aufarbeitung.
Was kostet die Alkohol-MPU bei 123MPU?
Die konkrete Vorbereitung hängt vom individuellen Betreuungsumfang ab.
Ein einfacher Fall benötigt weniger intensive Begleitung als beispielsweise:
- mehrere Alkoholfahrten,
- sehr hohe Alkoholwerte,
- lange Konsumgeschichte,
- mehrere MPU-Fragestellungen,
- Abstinenz über einen langen Zeitraum,
- bereits negative MPU.
Für eine umfangreiche persönliche MPU-Vorbereitung sollte 2026 grundsätzlich mit ungefähr:
gerechnet werden.
Der konkrete Umfang sollte aber immer vor Vertragsabschluss transparent feststehen.
Zusätzlich entstehen die Kosten der eigentlichen Begutachtung und gegebenenfalls Abstinenz- bzw. PEth-Nachweise.
MPU Alkohol 2026: Kontrolliertes Trinken oder Abstinenz?
Die wichtigste Antwort lautet:
Das kann man nicht ausschließlich anhand deiner Promillezahl entscheiden.
Entscheidend ist deine gesamte Alkoholgeschichte.
Wenn kontrolliertes Trinken fachlich möglich ist, arbeiten wir bei 123MPU mit einem strukturierten Konzept auf Grundlage von Prof. Dr. Joachim Körkel.
Dabei werden nicht einfach ein paar Regeln auswendig gelernt.
Wir dokumentieren und bearbeiten unter anderem:
- ursprüngliches Trinkverhalten,
- Alkoholkonsum im Verlauf,
- Trinkmotive,
- Risikosituationen,
- Trinktagebuch,
- festgelegte Trinkregeln,
- alkoholfreie Phasen,
- geplante Trinkanlässe,
- Abweichungen und deren Ursachen,
- Trennung von Alkohol und Autofahren,
- alternative Mobilitätsstrategien,
- Rückfallprävention,
- persönliche Veränderung,
- gegebenenfalls PEth-Verläufe,
- Entwicklung über den gesamten Vorbereitungszeitraum.
Damit bekommt der Klient nicht einfach den Satz:
„Ich mache kontrolliertes Trinken."
Sondern er entwickelt eine Strategie, die er tatsächlich lebt, erklären und dokumentieren kann.
Fazit: Die richtige Alkoholstrategie spart nicht nur Geld – sie entscheidet über die Qualität deiner Vorbereitung
Bei einer Alkohol-MPU sollte niemand automatisch sagen:
„Du brauchst zwölf Monate Abstinenz."
Genauso wenig sollte automatisch gesagt werden:
„Kontrolliertes Trinken reicht schon."
Die individuelle Alkoholproblematik entscheidet.
Nach der Fahrerlaubnis-Verordnung kann nach Alkoholmissbrauch die Fahreignung wieder bestehen, wenn die Änderung des Trinkverhaltens ausreichend gefestigt ist. Nach Alkoholabhängigkeit ist dagegen in der Regel ein Jahr Abstinenz nachzuweisen.
123MPU arbeitet bei geeigneten Fällen mit dem wissenschaftlich etablierten Konzept des kontrollierten Trinkens nach Prof. Dr. Joachim Körkel. Dieses basiert auf strukturierter Planung, Selbstbeobachtung, festgelegten Konsumzielen und der Bearbeitung persönlicher Risikosituationen.
Wir ergänzen diesen Ansatz um die Anforderungen einer modernen MPU-Vorbereitung:
Denn bei der MPU zählt am Ende nicht, ob du sagen kannst:
„Ich kenne das Konzept des kontrollierten Trinkens."
Entscheidend ist:
Kannst du nachvollziehbar zeigen, dass du dein früheres Alkoholproblem verstanden, dein Verhalten tatsächlich verändert und diese Veränderung ausreichend stabilisiert hast?
Genau darauf sollte eine gute Alkohol-MPU-Vorbereitung ausgerichtet sein.
Häufige Fragen
Abstinenz oder kontrolliertes Trinken? Finden wir gemeinsam die passende Strategie.
In einem kostenfreien Erstgespräch prüfen wir deine Alkoholvorgeschichte und sagen dir ehrlich, welche Vorbereitung fachlich zu deinem Fall passt – und was sie realistisch kostet.
Kostenfreies Gespräch sichernHinweis: Kontrolliertes Trinken ist nicht für jede Alkoholproblematik geeignet. Eine Teilnahme an einem bestimmten Programm oder eine Dokumentation nach einem bestimmten Konzept garantiert kein positives MPU-Gutachten. Entscheidend sind immer der individuelle Fall, die konkrete MPU-Fragestellung und die Beurteilung durch die Begutachtungsstelle nach den aktuellen fachlichen Kriterien.
Stand: Stand: August 2026.